Montag, 6. Oktober 2014
Sicher ist sicher
Was ist der Unterschied zwischen BOSHAFT, BÖSE und SEHR BÖSE?
Das Fahrrad betreffend natürlich. Ich verrate nun was der Unterschied zwischen den drei Arten des Bösen ist und was man tun kann, um nicht die Erfahrung mit diesen manchen zu müssen:
BOSHAFT ist, wenn man mit seinem Fahrrad fahren möchte und der Sattel wurde gestohlen. Zwar lässt es sich noch stehend pedalieren, aber das ist auf längeren Strecken ungeheuer kraftraubend. Viele haben zudem ihren Sattel sehr lieb gewonnen und vielleicht ein wenig mehr dafür ausgegeben, da er in Sachen Komfort eine wesentliche Rolle spielt. Gerade wenn man so einen superschönen und teuren Ledersattel besitzt bzw. besaß.
Eine Lösung wäre das Seatylock - eine Kombination aus Sattel und Schloss. Sperrt man sein Rad ab, wird der Sattel zu einem Fahrradschloss umfunktioniert. Und der Sattel ist sicherer vor Langfingern oder anders geschrieben, ist der Sattel weg, ist wahrscheinlich auch das Rad weg.
BÖSE handelt man, wenn durch die Handlung der oder die Betroffene in Gefahr gebracht wird. Gefährlich ist es, in der Dunkelheit ohne Licht Rad zu fahren. Und daher ist es böse, jemandem sein Fahrradlicht zu stehlen.
Auch hier kann ich ein Licht empfehlen: Das double o wurde mit einem Loch in der Mitte konstruiert um es ganz einfach auf ein Fahrradschloss stecken zu können. Damit wird es gemeinsam mit dem Fahrrad abgesperrt. Auch hier gilt, wird das Schloss geknackt, sind wahrscheinlich auch die Lichter weg.
SEHR BÖSE und böser als boshaft und böse ist es, wenn eines der beiden oder beide Laufräder gestohlen werden. Vor allem in Zeiten der Schnellspanner ist der Akt des Laufraddiebstahls ein sehr oft begangener, weil einfach und schnell auszuführender. Ein Fahrrad ohne Räder ist wie ein Sonnenuntergang ohne Sonne.
Mein Tipp, um dem SEHR BÖSEN möglichst sicher zu entkommen sind die Quick Caps. Ein kleines, sehr effektives Schloss das über den Schnellspannhebel geschoben und mit einem Schlüssel abgesperrt wird.
Keine Kategorie und unaussprechbar bleibt der Diebstahl des gesamten Rades. So etwas ist nicht nur verboten sondern böse, boshaft, gemein, unfair, blöd, abscheulich, gehässig, hinterhältig, schändlich, falsch, erbärmlich...
Samstag, 27. September 2014
Appell an ein Erleben ohne LIKES
Nebel, bunte Blätter und rauchende Schornsteine kündigen mit herbstlicher Freude das Ende des Sommers an. Die meisten Radreisenden scheinen mit Sack und Pack wieder zu Hause angekommen zu sein. Neben vielen Eindrücken und im besten Fall erweiterten Horizonten finden sich meist auch viele Gigabyte dokumentiertes Abenteuer im Gepäck. Abgelichtet und gefilmt wurde die Reise, man selbst, Menschen, Blumen, Tiere, Landschaft...
Abgelichtetes wird auf den Festplatten gespeichert und archiviert - Bytes von Sonnenuntergängen und Bergpässen. Erinnerungen in denen man sich selbst gerne verliert und auch andere an seinen Abenteuern teilhaben lassen kann. Und die anderen sind es, von denen man sich Lorbeeren für die bewältigten oder nicht bewältigten Strapazen erhofft. Man kann sich darstellen auf den Fotos und in den Filmen. Vermarkten, in vielen Fällen.
Es entsteht eine Erinnerungskultur, eine Dokumentationskultur deren Gründe ich gerne hinterfragen möchte. Erklimmt man einen Bergpass mit Video- und Fotokamera um perfektes Bildmaterial zu sammeln, mit dem man sich später Lob und Anerkennung von andern holen kann? Kann man einen Sonnenuntergang nur mehr mit Kamera erleben? Ich möchte nach den anderen Gründen fragen und suchen, die es geben sollte neben der Selbstdokumentation ein Abenteuer zu erleben.
Ich appelliere hier für ein Erleben, das ohne LIKES auskommen kann. Für Reisen und Abenteuer mit und ohne Rad, die ich für MICH erfahre. Deren Wert ich auch ohne die Beweihräucherung anderer erkenne. Momente soll man einfach genießen dürfen. Es gibt so viele Möglichkeiten sie festzuhalten!
Donnerstag, 21. August 2014
fahrradleben in neuem Kleid
Immer in Bewegung zu bleiben. Das tut gut. Und sieht doch ganz nett aus. Ein wenig Veränderung. fahrradleben erlebt sich in neuem Kleid. Darunter wird aber mit Freude weitergeschrieben in die Weiten des Webs. Für ein fahrradleben.
Und Platz wurde geschaffen für die schreibenden KollegInnen - eine Spaltenlänge Blogs pures fahrradleben. Nun denn, auf ein Leben lang Fahrrad fahren und langsam die Welt erfahren...
Mittwoch, 13. August 2014
Kunst-Stücke
Es ist ein Kunst-Stück mit den Fahrrad durch die Luft zu fliegen. Gleichzeitig sich zu drehen. Das Rad kurz los zu lassen. Dabei noch cool auszusehen. Und dazu ein Rennrad zu benutzen...
Es ein Kunst-Stück Fahrradreifen in schwarze Farbe zu tauchen und über weißes Papier zu fahren. Das Rad geschickt zu drehen. Dabei zum Beispiel den Eiffelturm oder die Tower Bridge entstehen zu lassen. Und das dann in begrenzter Auflage übers Web anzubieten.
Thomas Yang verbindet zwei Leidenschaften - das Fahrrad und die Kunst - und das ist wirklich sehenswert!
Mittwoch, 6. August 2014
600 Kilometer ERLEBEN
600 Kilometer Non-Stop durch Kroatien. Auf dem Fahrrad mit liebenswerten fahrradmenschen. Das fühlt sich so richtig nach Leben an. Nach fahrradleben. Geschrieben habe ich schon des Öfteren von Langstrecken-Bewerben. Das tue ich nun zum wiederholten Male. Aber diesmal mit der persönlichen Erfahrung eines 600 Kilometer Brevets.
Ein Brevet ist ein Langstrecken-Fahrrad-Bewerb bei dem eine Strecke ab 200 Kilometer unter einer bestimmten Zeit gefahren werden muss. Es gibt keine Wertungen der einzelnen Leistungen, daher versucht man nach Möglichkeit gemeinsam zu fahren, sich zu motivieren und gegenseitig zu unterstützen! Unterstützung von außen ist jedoch nicht erlaubt. Das heißt, keine Begleitfahrzeuge und in den meisten Fällen kein Gepäcktransport.
Alle vier Jahre findet der älteste und einer der längsten Brevets in Frankreich statt. Nächstes Jahr ist es wieder einmal so weit - 1200 Kilometer von Paris nach Brest und wieder zurück. Ein Fest der Menschlichkeit und des gemeinsamen Fahrradfahrens, wie mir schon so oft von TeilnehmerInnen berichtet wurde. 90 Stunden hat man maximal dafür Zeit. Und man muss sich dafür qualifizieren: Im Jahr dieses Brevets, also 2015, müssen in aufsteigender Reihenfolge jeweils ein 200, 300, 400 und 600 Kilometer Brevet erfolgreich gefahren werden.
Wer schon in diesem Jahr einen längeren Brevet absolviert, darf sich 2015 einen Monat früher für die 1200 Kilometer anmelden. Und, wer mich kennt oder zwischen den Zeilen mein Liebe zu Langstrecken erkannt hat, ahnt vielleicht was ich für nächstes Jahr geplant habe. Nun wurde letztes Wochenende von Randonneurs Croatie ein 600 Kilometer Brevet veranstaltet. Mein erster der in mir ein Langstrecken-Fahrrad-Feuer entfacht hat...
So sieht das dann aus. Knapp 32 Stunden im Sattel, 600 Kilometer und 8600 Höhenmeter. Ein wenig müde Augen, das gebe ich ja zu, aber glücklich und ja, wirklich glücklich! Denn erstens war die Strecke von Zagreb nach Rijeka quer durch Istrien und wieder zurück nach Zagreb landschaftlich der Wahnsinn...
...und zweitens waren die Menschen mit denen ich unterwegs war und die ich in ihrem ganzen Wesen und Leiden erfahren habe eine wahre Bereicherung. Da bewegt sich etwas. Gemeinsam auf dem Fahrrad. Menschen da draußen, schwingt Euch auf die Räder erlebt Euch und andere ungeschminkt und ganz nah am Leben!!!
Und da kauft man sich in einem kleinen Tante-Emma-Laden ein Cola, lernt eine Tante Emma im mütterlichen Gespräch persönlich kennen und zurück beim Rad liest man "I will survive". JA, mit Menschen die das LEBEN entdeckt haben, sich frei fühlen wollen und ganz nah dran sind. Also machen wir das Überleben zum Erleben und diesen Spirit möchte ich teilen und will Euch alle da draußen motivieren zu leben - let it go - lets got - DANKE!!!
Sonntag, 27. Juli 2014
Liebe auf den ersten - ein Fahrrad auf den zweiten Blick _2_
Bei mir zu Hause liegen neben vielen Fahrrädern auch einige Listen herum: Do-Listen, ToDo-Listen, Willhaben-Listen, Einkaufs-Listen usw. Manchmal kommt es mir so vor mein Leben ist ein Listen-Leben. Was ich tun soll, kaufen oder haben will, wirklich tun soll - all das steht auf meinen Listen.
Eine dieser Listen ist besonders lang. Und wird immer länger. Nichts wird von dieser Liste gestrichen. Oft nehme ich sie zur Hand. Zeige sie sogar anderen. Denn darauf befinden sich meine Liebe auf den ersten - ein Fahrrad auf den zweiten Blick-Fahrräder. Nun, alle Fahrräder sind in gewisser Weise schon ein Wunder, eben weil sie Fahrräder sind. Aber es gibt die ganz besonderen, äußerst schönen, außergewöhnlichen, bemerkenswerten, erinnerungswürdigen und einzigartigen Fahrräder. Man sieht sie und es ist Liebe auf den ersten Blick.
Sie sind Teil meines Fahrradlebens und werden hier in Zukunft auf fahrradleben den Weiten des Webs präsentiert. Jetzt und in Zukunft. Und in der Vergangenheit habe ich schon einmal über ein Rad auf dieser Liste geschrieben.
Nun, das zweite Fahrrad der Reihe (!) Liebe auf den ersten - ein Fahrrad auf den zweiten Blick wurde für Ben gebaut. Wer Ben ist, weiß ich nicht. Aber sein Rad steht auf meiner Liste. Ein Single-Speed-Commuter aus der Edelschmiede field.
Einzelangefertigt in der britischen Stadt Sheffield. Dort haben sich ein Hersteller, ein Maler, ein Grafik-Designer und ein Ingenieur zusammengetan um solche Meisterwerke in Handarbeit zu schaffen. Es geht um die Details, den Stahl und vor allem die Lackierung.
Dieses will einfach auf meine Willhaben-Liste...
Dienstag, 22. Juli 2014
Gefahren oder geschrieben
Ich liebe das Fahrrad. Vor allem wenn die Kette surrt, der Fahrtwind mir die Nase kitzelt und sich dieses eine Gefühl in meinem Körper ausbreitet. Und dann muss ich lächeln. Lachen. Freude versprühen. Alle Menschen will ich mit diesem Gefühl anstecken. Fahren und leben.
Schreiben. Nun ja, ich saß im letzten Monat lieber auf dem Sattel als hinter dem Bildschirm. Eben staube ich die Tastatur ab mit dem Vorsatz wieder regelmäßiger Geschichten zu schreiben, fahrradleben zu schreiben. Bis bald, schreibe ich!
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