Montag, 13. Oktober 2014

fahrradmenschen


Sie fahren gerne Fahrrad. Konstruieren edelste Rahmen. Bringen Menschen auf Räder. Bewegen sich und andere pedalierend durch die Welt. Verwandeln Autofahrer in Radliebhaber. Erzeugen fahrradgefühle. Halten stramme Wadeln bildlich fest. Inspirieren zu sanfter Mobilität. Brechen fahrradrekorde. Sitzen lieber auf Sätteln statt Sesseln. Wissen, was mit fahrradliebe gemeint ist. Und leben ein fahrradleben.

fahrradmenschen

Wenn Mensch und Maschine zu einer Einheit verschmelzen. Und große Fahrradherzen Leben verändern. Dann gehören sie gewürdigt. Hier und jetzt. Auf fahrradleben. Geschrieben habe ich schon ein paar Mal über fahrradmenschen und werde das in Zukunft noch öfter tun. Gelistet findet man sie in der Sidebar. Und es werden mehr! Und das ist gut so!


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Klein und groß extrem verrückt


So klein und schon so extrem abgefahren:


So groß und so verrückt den Kleinen alles nachzumachen:

 

Montag, 6. Oktober 2014

Sicher ist sicher


Was ist der Unterschied zwischen BOSHAFT, BÖSE und SEHR BÖSE?
Das Fahrrad betreffend natürlich. Ich verrate nun was der Unterschied zwischen den drei Arten des Bösen ist und was man tun kann, um nicht die Erfahrung mit diesen manchen zu müssen:

BOSHAFT ist, wenn man mit seinem Fahrrad fahren möchte und der Sattel wurde gestohlen. Zwar lässt es sich noch stehend pedalieren, aber das ist auf längeren Strecken ungeheuer kraftraubend. Viele haben zudem ihren Sattel sehr lieb gewonnen und vielleicht ein wenig mehr dafür ausgegeben, da er in Sachen Komfort eine wesentliche Rolle spielt. Gerade wenn man so einen superschönen und teuren Ledersattel besitzt bzw. besaß.
Eine Lösung wäre das Seatylock - eine Kombination aus Sattel und Schloss. Sperrt man sein Rad ab, wird der Sattel zu einem Fahrradschloss umfunktioniert. Und der Sattel ist sicherer vor Langfingern oder anders geschrieben, ist der Sattel weg, ist wahrscheinlich auch das Rad weg.


BÖSE handelt man, wenn durch die Handlung der oder die Betroffene in Gefahr gebracht wird. Gefährlich ist es, in der Dunkelheit ohne Licht Rad zu fahren. Und daher ist es böse, jemandem sein Fahrradlicht zu stehlen.
Auch hier kann ich ein Licht empfehlen: Das double o wurde mit einem Loch in der Mitte konstruiert um es ganz einfach auf ein Fahrradschloss stecken zu können. Damit wird es gemeinsam mit dem Fahrrad abgesperrt. Auch hier gilt, wird das Schloss geknackt, sind wahrscheinlich auch die Lichter weg.


SEHR BÖSE und böser als boshaft und böse ist es, wenn eines der beiden oder beide Laufräder gestohlen werden. Vor allem in Zeiten der Schnellspanner ist der Akt des Laufraddiebstahls ein sehr oft begangener, weil einfach und schnell auszuführender. Ein Fahrrad ohne Räder ist wie ein Sonnenuntergang ohne Sonne.
Mein Tipp, um dem SEHR BÖSEN möglichst sicher zu entkommen sind die Quick Caps. Ein kleines, sehr effektives Schloss das über den Schnellspannhebel geschoben und mit einem Schlüssel abgesperrt wird.


Keine Kategorie und unaussprechbar bleibt der Diebstahl des gesamten Rades. So etwas ist nicht nur verboten sondern böse, boshaft, gemein, unfair, blöd, abscheulich, gehässig, hinterhältig, schändlich, falsch, erbärmlich...

Samstag, 27. September 2014

Appell an ein Erleben ohne LIKES


Nebel, bunte Blätter und rauchende Schornsteine kündigen mit herbstlicher Freude das Ende des Sommers an. Die meisten Radreisenden scheinen mit Sack und Pack wieder zu Hause angekommen zu sein. Neben vielen Eindrücken und im besten Fall erweiterten Horizonten finden sich meist auch viele Gigabyte dokumentiertes Abenteuer im Gepäck. Abgelichtet und gefilmt wurde die Reise, man selbst, Menschen, Blumen, Tiere, Landschaft...

Abgelichtetes wird auf den Festplatten gespeichert und archiviert - Bytes von Sonnenuntergängen und Bergpässen. Erinnerungen in denen man sich selbst gerne verliert und auch andere an seinen Abenteuern teilhaben lassen kann. Und die anderen sind es, von denen man sich Lorbeeren für die bewältigten oder nicht bewältigten Strapazen erhofft. Man kann sich darstellen auf den Fotos und in den Filmen. Vermarkten, in vielen Fällen.


Es entsteht eine Erinnerungskultur, eine Dokumentationskultur deren Gründe ich gerne hinterfragen möchte. Erklimmt man einen Bergpass mit Video- und Fotokamera um perfektes Bildmaterial zu sammeln, mit dem man sich später Lob und Anerkennung von andern holen kann? Kann man einen Sonnenuntergang nur mehr mit Kamera erleben? Ich möchte nach den anderen Gründen fragen und suchen, die es geben sollte neben der Selbstdokumentation ein Abenteuer zu erleben.

Ich appelliere hier für ein Erleben, das ohne LIKES auskommen kann. Für Reisen und Abenteuer mit und ohne Rad, die ich für MICH erfahre. Deren Wert ich auch ohne die Beweihräucherung anderer erkenne. Momente soll man einfach genießen dürfen. Es gibt so viele Möglichkeiten sie festzuhalten!

Donnerstag, 21. August 2014

fahrradleben in neuem Kleid


Immer in Bewegung zu bleiben. Das tut gut. Und sieht doch ganz nett aus. Ein wenig Veränderung. fahrradleben erlebt sich in neuem Kleid. Darunter wird aber mit Freude weitergeschrieben in die Weiten des Webs. Für ein fahrradleben.


Und Platz wurde geschaffen für die schreibenden KollegInnen - eine Spaltenlänge Blogs pures fahrradleben. Nun denn, auf ein Leben lang Fahrrad fahren und langsam die Welt erfahren...

Mittwoch, 13. August 2014

Kunst-Stücke


Es ist ein Kunst-Stück mit den Fahrrad durch die Luft zu fliegen. Gleichzeitig sich zu drehen. Das Rad kurz los zu lassen. Dabei noch cool auszusehen. Und dazu ein Rennrad zu benutzen...

Es ein Kunst-Stück Fahrradreifen in schwarze Farbe zu tauchen und über weißes Papier zu fahren. Das Rad geschickt zu drehen. Dabei zum Beispiel den Eiffelturm oder die Tower Bridge entstehen zu lassen. Und das dann in begrenzter Auflage übers Web anzubieten.



Thomas Yang verbindet zwei Leidenschaften - das Fahrrad und die Kunst - und das ist wirklich sehenswert!

Mittwoch, 6. August 2014

600 Kilometer ERLEBEN


600 Kilometer Non-Stop durch Kroatien. Auf dem Fahrrad mit liebenswerten fahrradmenschen. Das fühlt sich so richtig nach Leben an. Nach fahrradleben. Geschrieben habe ich schon des Öfteren von Langstrecken-Bewerben. Das tue ich nun zum wiederholten Male. Aber diesmal mit der persönlichen Erfahrung eines 600 Kilometer Brevets.


 Ein Brevet ist ein Langstrecken-Fahrrad-Bewerb bei dem eine Strecke ab 200 Kilometer unter einer bestimmten Zeit gefahren werden muss. Es gibt keine Wertungen der einzelnen Leistungen, daher versucht man nach Möglichkeit gemeinsam zu fahren, sich zu motivieren und gegenseitig zu unterstützen! Unterstützung von außen ist jedoch nicht erlaubt. Das heißt, keine Begleitfahrzeuge und in den meisten Fällen kein Gepäcktransport.


Alle vier Jahre findet der älteste und einer der längsten Brevets in Frankreich statt. Nächstes Jahr ist es wieder einmal so weit - 1200 Kilometer von Paris nach Brest und wieder zurück. Ein Fest der Menschlichkeit und des gemeinsamen Fahrradfahrens, wie mir schon so oft von TeilnehmerInnen berichtet wurde. 90 Stunden hat man maximal dafür Zeit. Und man muss sich dafür qualifizieren: Im Jahr dieses Brevets, also 2015, müssen in aufsteigender Reihenfolge jeweils ein 200, 300, 400 und 600 Kilometer Brevet erfolgreich gefahren werden.


Wer schon in diesem Jahr einen längeren Brevet absolviert, darf sich 2015 einen Monat früher für die 1200 Kilometer anmelden. Und, wer mich kennt oder zwischen den Zeilen mein Liebe zu Langstrecken erkannt hat, ahnt vielleicht was ich für nächstes Jahr geplant habe. Nun wurde letztes Wochenende von Randonneurs Croatie ein 600 Kilometer Brevet veranstaltet. Mein erster der in mir ein Langstrecken-Fahrrad-Feuer entfacht hat...


So sieht das dann aus. Knapp 32 Stunden im Sattel, 600 Kilometer und 8600 Höhenmeter. Ein wenig müde Augen, das gebe ich ja zu, aber glücklich und ja, wirklich glücklich! Denn erstens war die Strecke von Zagreb nach Rijeka quer durch Istrien und wieder zurück nach Zagreb landschaftlich der Wahnsinn...


...und zweitens waren die Menschen mit denen ich unterwegs war und die ich in ihrem ganzen Wesen und Leiden erfahren habe eine wahre Bereicherung. Da bewegt sich etwas. Gemeinsam auf dem Fahrrad. Menschen da draußen, schwingt Euch auf die Räder erlebt Euch und andere ungeschminkt und ganz nah am Leben!!!


 Und da kauft man sich in einem kleinen Tante-Emma-Laden ein Cola, lernt eine Tante Emma im mütterlichen Gespräch persönlich kennen und zurück beim Rad liest man "I will survive". JA, mit Menschen die das LEBEN entdeckt haben, sich frei fühlen wollen und ganz nah dran sind. Also machen wir das Überleben zum Erleben und diesen Spirit möchte ich teilen und will Euch alle da draußen motivieren zu leben - let it go - lets got - DANKE!!!