Mit Freude darf ich einen ganz besonderen fahrradmenschen vorstellen - der Himmel ist ihm näher als anderen Radfahrerinnen und Radfahrern, seine Perspektive wirkt inspirierend und er will in der Höhe strampelnd die Menschheit von bzw. aus den Blechkisten befreien:
Bobby Gadda, ein junger Mann aus Los Angeles liebt das Fahrrad(fahren). Er will seine Mitmenschen in Bewegung bringen, aus dem Auto und auf das Fahrrad. Zum Beispiel mit der grandiosen Veranstaltung CicLAvia oder mit der Los Angeles County Bicycle Coalition. Und vor allem direkt vom Fahrrad - direkt vom Tall-Bike hoch oben...
...denn dort oben erregt man Aufmerksamkeit. In aller fahrradhöhe ist er letzten Sommer von Vancouver nach Los Angeles geradelt, hat so einiges erlebt, viele Menschen inspiriert und erzählt charmant, geistreich und witzig von seinem Erlebten...
Das Fahrrad ist ein wildes Tier. Sein größter Feind im Straßen-Dschungel - das Auto - wird in Zukunft vorsichtiger sein müssen...
ODER
Es war einmal ein Jäger, der liebte sein Gewehr und sein Fahrrad. Er hatte auch eine Frau. Mit dem Fahrrad fuhr er in den Wald. Dort erschoss er mit dem Gewehr einen Hirsch. Das Geweih des erlegten Hirsches wollte er über dem Bett aufhängen. Der Jäger aber hatte eine Frau. Sie wollte das nicht. Aber der Jäger hatte ein Fahrrad...
ODER
Der Designer Taylor Simpson dachte sich: Moniker. Das wäre doch ein passender Name für einen Fahrradlenker...
NOVEMBER und der Kampf des Radfahrers gegen die Dunkelheit hat begonnen. Oder sollte es heißen: Der Kampf des Radfahrers im Dunkeln gesehen zu werden hat begonnen! Oder: Der Kampf der Polizei gegen Fahrradfahrer ohne Beleuchtung hat begonnen.
Dieser Beitrag setzt erleuchtende Zeichen gegen diese Kämpfe! Es ist möglich mit Freude und Frieden in der Dunkelheit zu pedalieren - sehen und gesehen werden, das sind Sorgen von gestern. Nun 3 helle Tipps für die dunkle Zeit am Rad. Und es werde hell, heller und Fahrradlicht:
-EINS-
Wer den Überblick bei so viel Fahrradlicht NICHT verliert ist wohl stark geblendet. Unzählige Hersteller wollen das noch hellere und noch bessere Licht verkaufen, das noch weniger Strom, noch... Noch gibt es zum Glück Menschen, die sich Überblick verschaffen: Auf Stefan Mohrs Homepage und seinem BLOG findet man eine klar strukturierte Marktübersicht der Fahrradbeleuchtung und alles was dazu gehört und die neuesten Neuigkeiten der Fahrradlichterwelt.
-ZWEI-
Wer so testet, möchte es wirklich wissen! Und die Ergebnisse beweisen es auch. Das kleine Fahrradgeschäft Peter White Cycles in den USA betreibt eine äußerst informative Website: Hier werden Fahrradscheinwerfer u. a. auf ihre Lichtausbeute hin unabhängig getestet, dabei dokumentiert und die entstandenen Fotos veröffentlicht!
-DREI-
Das Fahrrad-Licht völlig neu gedacht, kreativ und klug, bleibt nicht nur auf dem Papier, sondern wird auf die dunklen Straßen gebracht! Bei Kickstarter war ich überrascht wie viele Projekte es gibt und dass viele von diesen tatsächlich in Produktion gehen können.
Und wer glaubt noch immer ohne Licht am Rad durch die Dunkelheit rauschen zu müssen, der soll sich durch eine holländische Aktion Ik wil je zien inspirieren lassen! Seht und lasst Euch sehen:
Das International Cycling Film Festival ist in der 8. Auflage seinem Namen doppelt gerecht geworden. Zum einen wurden 17 Filme aus 10 Nationen projiziert und zum anderen waren diese auf Leinwänden in Deutschland und Polen zu bestaunen. Auch der Sieger-Film wurde doppelt gekürt, von der Jury und vom Publikum.
"To spend our days betting on three-legged horses with beautiful names."
Der ausgezeichnete Film in einem Satz. Oder ein Zitat des Schriftstellers Bohumil Hrabal. Der Film spielt in Schottland. Der Schriftsteller kommt aus Tschechien. Also, Schottland. Genauer Edinburgh bei Nacht. Und ein Rikschafahrer, die three-legged horses, auf den dunklen Straßen. Und Menschen die mitgenommen werden wollen: unter anderen drei Männer, sie wollen Spaß und eigentlich in einen Stripclub. Doch sie wetten, betting, mit dem Rikschafahrer...
Am Anfang war die Inspiration. Namentlich Atomic Zombie mit ihrem Do It Yourself Charme. Gepaart mit dem stählernen Willen die eigenen Hände ein Fahrrad bauen zu lassen. Und dann wurde gemessen, geflext und geschweißt.
Gewöhnlich erprobt man sein Können mit dem Bau eines normalen Fahrrades. Gewöhnlich ist gestern - heute lebt die Herausforderung. Und die hat sich vier Monate lang in mir ausgetobt.
Warrior,
das Racing Trike, so nennt sich das Ding, das sich mir in meinen Kopf
gesetzt hat. Es wollte verwirklicht werden. Die Zeit, das Material und
die Möglichkeit waren da und die Frage: Kann ich das? Kann ich ein
Liegedreirad bauen (mit dem man auch fahren kann)?
Das
Fragen wollte ich auf später verlegen... aber nach den ersten Metern
auf dem langen Weg zum selbst gebauten Trike kamen sie schon die
Fragezeichen: Sind zwei Millimeter schon zu lang? Hält die Schweißnaht?
Habe ich mich für zu dünne Rohre entschieden? Wird das nicht zu schwer?
Schlussendlich war ich dann wieder am Anfang: Kann ich das?
Versuch
und Irrtum gemeinsam mit der Liebe zur Herausforderung haben die Fragen
zu einem kleinen Häuflein Eisenspäne zusammenschrumpfen lassen. Die Freude aus ein paar Stahlrohren und alten Fahrradrahmen ein neues Liegedreirad entstehen zu lassen hat aus dem Versuch ein wahrlich ambitioniertes Projekt gezaubert.
Langsam wurden die Eisenspäne mehr und der Weg bis zum fertigen Fahrrad immer kürzer. Der Moment als zum ersten Mal alle drei Räder den Rahmen über dem Boden hielten war für mich ein durch Luftsprünge gefeierter bodenloser. Mit ein wenig gelber und schwarzer Farbe habe ich dem nackten Stahlgestell (noch mehr) Leben auf gesprüht.
Ein wenig harmlose Schrauberei und dann kam der Moment - alle Fragen waren auf einmal wieder da - und mit ihnen der Moment der Wahrheit: JA, die Rohre sind dick genug, nichts ist zu schwer, alle Nähte halten und JA, ICH FAHRE auf meinem selbst gebauten Trike und fühle mich wie im Fahrrad-Himmel.
Nun will gezeigt werden, wovon schon so viel geschrieben wurde...
Liegend die Welt erfahren, den Hunden dabei auf Augenhöhe begegnen und Kurven auf neuem Niveau erleben - auf selbst Gebautem - einfach unbeschreiblich, daher ein paar bewegte Bilder...
Lastenräder haben den urbanen Transport revolutioniert. Sie vereinen die unzähligen Vorzüge des normalen Rades mit der Möglichkeit auch sperrige Kartons, den Einkauf, Kinder... zu befördern. Ein wahres Transportwunder. Trotz der vielen Vorteile können sich meist nur wenige Städter vorstellen, selbst Besitzer eines Lastenrades zu sein. Diese seien ja ganz nett aber zu teuer, zu groß, zu schwer, zu unhandlich und ein Rad genügt!
Das Fahrrad ist eine so vielseitige und geniale Erfindung - es gibt immer noch eine Lösung, einen Weg, ein Fahrrad so zu bauen oder um zu bauen, dass auch der eigenartigste Wunsch umgesetzt werden kann.
Ich möchte nun vier Hersteller vorstellen, zunächst einmal Riese & Müller, Yuba und das Kickstarter-Projekt Kinn. Diese haben es geschafft Lastenräder zu bauen, die nicht zu groß, zu schwer oder zu unhandlich sind. Ein fast ganz normales Fahrrad eben...
Mehr Transport-Raum ergibt sich durch den verlängerten Radstand, der es erlaubt auf dem Gepäckträger Platz zu nehmen oder mit einem kreativen Packsystem Kisten, Taschen und gar Surfbretter aufzuladen. Die Räder, die ein wenig mehr können, gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen.
Xtracycles hat eine absolut geniale Lösung gefunden: Ein Lastenrad, dass sich in das Alltagsrad integrieren lässt. Man braucht sich hierfür nicht ein neues Rad zu kaufen, sondern nur das extra Hinterteil...
...das an jedes herkömmliche Rad montiert werden kann und schon hat man die
Möglichkeit schwer beladen durch die Straßen zu flitzen.